Mönchhosbacher Kirche

Die Dorfkirche in Mönchhosbach stammt in ihrer heutigen Gestalt aus dem Jahr 1781. Eine eingestemmte Inschrift in der Schwelle des Fachwerks an der Nordseite der Kirche zeugt davon. Eine weitere, doch schwer leserliche Inschrift über dem Eingang bezeugt, dass Pfarrer Valentin Simon aus Berneburg, Schultheis Johann Martin Func und Kirchenältester Jakob Stuckrat zu jener Zeit Ämter in der Gemeinde inne hatten. Zweifellos bestand schon vor 1781 eine Kirche oder Kapelle an der gleichen Stelle. Vermutlich fanden Mauerwerk und Fundamente des älteren Baues beim Neubau 1781 wieder Verwendung. Über die Gestalt das Vorgängerbaues ist nichts Zuverlässiges bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass die Kirche entgegen der jetzigen Anordnung mit ihrem Chor (Altarraum) nach Osten orientiert war. Der Eingang wird dann entweder im Westen oder an einer Seitenwand gelegen haben. Wenn auch kein Turm, so wird doch eine Art Dachreiter da gewesen sein; denn laut Überlieferung waren kostbare Glocken aus dem 14. und 15. Jahrhundert bis 1917 vorhanden. Eine Glocke wurde im 1. Weltkrieg abgegeben, die zweite verkauft, so dass 1918 von den Gemeindegliedern eine neue Glocke gestiftet wurde, die bis heute ihren Dienst tut. Eine neue 2. Glocke wurde Ostern 1991 wieder eingeweiht und in Betrieb genommen (durch Spenden angeschafft).

Die heutige Kirche besteht aus 2 Geschossen. Das Erdgeschoss ist aus Bruchstein gemauert, das obere in Fachwerk gezimmert. Dieser Fachwerkausführung verdankt die Mönchhosbacher Kirche ihre Aufnahme in die Reihe der förderungswürdigen Fachwerkkirchen in Hessen und damit einer Grundrenovierung und Restaurierung in den Jahren 1980 bis 1983. Die Orgel stammt von 1885 vom Orgelbauer Möller aus Rotenburg und wird z.Zt. wieder instandgesetzt.

Da Mönchhosbach zum Kloster Cornberg bzw. dessen Vorgänger gehörte, muss man die Errichtung jener ersten Kirche für die Zeit um 1300 annehmen. Nach der Reformation und Aufhebung des Klosters Cornberg wurde der Kirchendienst durch die Pfarrer von Berneburg versehen. Seit 1841 gehört die Gemeinde zum Kirchspiel Solz (Ev. Pfarramt Solz, Burgring 12, 36179 Bebra-Solz, Tel. 06627/919060). Der Schlüssel zur Besichtigung der Kirche ist bei Familie Hildebrandt, Unter dem Stein 1 oder bei Familie Kohler, Am Kirchweg 6 erhältlich.

Sehenswert sind um die Kirche herum einige Grabsteine vom alten Friedhof (Steinmetz Joh. Gg. Pippart aus Solz im Jahre 1752).

 
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